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Wasserversorgung der Stadtwerke Ochtrup

Eine zuverlässige Versorgung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser in ausreichender Menge - das ist für viele Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden und bedeutet ein Stück Lebensqualität, die vor über 100 Jahren auch in Ochtrup Einzug gehalten hat. Seit 1903 bezieht die Stadt Ochtrup ihr Trinkwasser aus dem münsterländischen Kiessandzug in Neuenkirchen Offlum.

Wasser


Im Frühjahr 2003 beschlossen die Stadtwerke das mittlerweile über einhundert Jahre alte Wasserwerk in Offlum durch ein neues zu ersetzten. Das große Bauprojekt wurde in drei Bauphasen unterteilt. Die erste Bauphase bestand darin, acht neue Förderbrunnen im Einzugsgebiet des Wasserwerkes abzuteufen. Diese Entnahmebrunnen haben einen Durchmesser von 1.200 mm und eine Tiefe von 20 - 25 m. Die zweite Bauphase war der Bau des Reinwasserzwischenspeichers am Wasserwerk, der ein Nutzungsvolumen von 1.000 m3 hat.

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Ende Februar 2006 war die dritte und damit letzte Bauphase, nämlich der Neubau des Wasserwerkes abgeschlossen. Die Aufbereitungskapazität des neuen Wasserwerks wurde um ca. 33 % auf 400 m3/h erhöht. Im Wasserwerk werden im Jahr ca. 1,2 Mio. Kubikmeter Wasser gefördert. Die insgesamt 9 Brunnen liegen alle in unmittelbarer Umgebung des Wasserwerkes im münsterländischen Kiessandzug in Neuenkirchen Offlum und fördern das kostbare Nass aus der Tiefe zur Aufbereitung ins Wasserwerk. Im Wasserwerk wird das geförderte Rohwasser in nur zwei Aufbereitungsschritten zu sauberem und trinkbarem Reinwasser. Da das geförderte Rohwasser schon eine sehr gute Qualität aufweist und nur sehr Eisen- und Manganhaltig ist, wird im ersten Schritt dies herausgefiltert.

Wasser

Im zweiten Aufbereitungsschritt wird im Zwischenspeicher der PH-Wert des Reinwassers stabilisiert. Vom Wasserwerk aus gelangt das Wasser über zwei 13 Kilometer lange Transportleitungen zum Wasserspeicher am Ochtruper Berg. Seine Sohle befindet sich 82 m über dem Meeresspiegel und sein gesamtes Fassungsvermögen beträgt 3.000 m3. Die Stadtwerke Ochtrup versorgen ca. 19.500 Kunden in dem Stadtgebiet Ochtrup, den Stadtteilen Langenhorst und Welbergen sowie in der Gemeinde Wettringen die Ortsteile Haddorf, Bilk, Rothenberge und Brechte mit einem durchschnittlichen Tagesbedarf von ca. 3.200 m3 Wasser. Zurzeit wächst das Netz Jahr für Jahr, durch Neubausiedlungen oder den Anschluss von älteren Häusern, in denen bislang ein Hausbrunnen genutzt wird. Für den Feuerlöschschutz und zur Spülung der Leitungen werden rund 920 Hydranten vorgehalten.

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Für zusätzliche Versorgungssicherheit sorgt ein Wassernotverbund mit den Trink und Abwasserverband Schüttorf und den Stadtwerken Gronau.

Um auch in Zukunft den Transport des Reinwassers zwischen Neuenkirchen Offlum und Ochtrup zu gewährleisten wird nach und nach die 13 Kilometer lange Transportleitung stückweise erneuert bzw. saniert. Ca. 40 % (5,6 km) sind seit Anfang der Bauphase im Jahr 2006 erneuert bzw. saniert worden. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist im Jahr 2011 geplant. Des Weiteren wurde bzw. wird der Trinkwasserzwischenspeicher am Ochtruper Berg saniert.

Im Interesse der öffentlichen Wasserversorgung wird zum Schutz der Qualität des Trinkwassers in Ochtrup das Wasserschutzgebiet, was sich in unmittelbarer Umgebung des Wasserwerkes befindet, befristet für weitere 40 Jahre festgesetzt.






Kurzinfo (Stand 2010):
Nutzbare Wasserabgabe 1.128.795 m³
Rohrnetzlänge: 282,3 km
Wasserzähler: 6.526 Stück
Versorgungsgebiet: ca. 19.500 Kunden